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Social Media im E-Commerce

Shoppen aus der Blase

Social Media sind erwachsen geworden. Jetzt können wir in ihnen auch Shoppen gehen. Wurden die sozialen Netzwerke zunächst nur als Werbeplattform genutzt, um Marken, Unternehmen oder Produkte zu vermarkten, so brauchen wir sie heute zum Einkaufen gar nicht mehr zu verlassen und haben sogar noch ein neues, digital erweitertes Einkaufserlebnis. Der Weg hierhin zeichnet sich seit einiger Zeit ab und lässt sich in vier Entwicklungsstufen beschreiben:

 

Die Entwicklung von Social Media im E-Commerce

    1. Werbe-Plattform für den Markenauftritt B2C-Marken haben es vorgemacht: Ein starker Social Media Auftritt macht Unternehmen bekannter und bringt Produkte verschiedensten Zielgruppen nahe. Ein Beispiel für den internationalen Erfolg einer Marke durch einen gelungenen Social Media Auftritt ist die schwedische Firma Fjällräven, die zwar auf Anzeigen verzichtete, aber dafür Social Media Plattformen nutze, um ihren Rucksack bekannt zu machen. Die Strategie verselbständigte sich rasch, da Kunden und Mitarbeiter des Unternehmens das Produkt fotografierten und teilten. Aber gerade auch für B2B-Unternehmen ist Social Media für den Markenaufbau wichtig – was Unternehmen wie Liebherr oder die „Heartbeat“ Kampagne von Leica anschaulich zeigen.
    2. Per Link zum Webshop Geht es um Produkte, liegt der nächste Schritt auf der Hand: Durch Links wird der Social Media Nutzer direkt zum Webshop oder Produktsheet geleitet. Besonders oft findet man dies auf Blogs oder in YouTube. Kommerzielle Züge nimmt dies an, wenn die Blogger oder YouTuber Produkte kostenlos zum Testen erhalten oder durch sogenannte Affiliate Links an den Umsätzen in den Webshops mitverdienen. Sich die Beliebtheit von Influencern zu Nutze zu machen, ist die moderne Weiterentwicklung des Word-of-Mouth und besonders im B2C Umfeld oft gesehen. Immer häufiger setzen auch B2B-Unternehmen auf Influencer. Contentmanager listet die Top B2B-Marketing Influencer: http://www.contentmanager.de/cms/contentpepper/was-sie-fuer-erfolgreiches-b2b-influencer-marketing-wissen-sollten/. Aber auch Micro-Influencer werden immer beliebter, denn gerade im B2B geht es nicht allein um die Bekanntheit, sondern darum ob der Influencer zum Unternehmen und Produkt passt.
    3. Einkauf direkt aus Social Media Posts Shop my Instagram oder buyable Pins bei Pinterest: In den vergangenen Jahren sind vor allem Instagram und Pinterest mehr und mehr in den E-Commerce Bereich vorgedrungen. So gibt es seit November 2016 den Shop Now-Button unter Instagram Bildern. Pinterest bietet seit 2015 ausgewählten Unternehmen in den USA die Möglichkeit, mit buyable Pins direkt innerhalb von Pinterest Produkte zu verkaufen. Außerdem werden bestimmte Produkte von Redakteuren ausgewählt und die neuesten Produkte gesammelt.
    4. Erweitertes Einkaufserlebnis In der nächsten Stufe kann der Einkäufer ebenfalls direkt aus dem Social Media Kanal einkaufen; aber es geht noch einen Schritt weiter: Der Social Media Shop schafft ein digitales Einkaufserlebnis durch Augmented Reality. Im Zuge der Einführung von Snapchats Spectacles in den USA können potenzielle Kunden die Brille nicht nur direkt auf Snapchat kaufen, sondern sie auch in verschiedenen Ausführungen „anprobieren“. Bislang noch ein Einzelfall, könnten solche Einkaufserlebnisse bald zur neuen Realität werden – sei es als digitale Garderobe im Fashion-Bereich oder als virtueller Handhabungstest für Produkte im B2B-Bereich.

 

Fazit:

Social Media im E-Commerce entwickeln sich zur Verkaufsplattform. Das bietet nicht nur Vorteile in der Bedienbarkeit und den Abbau von Hürden im Verkaufsweg, sondern hat auch einen weiteren Vorteil: War es für den Laien bislang schwierig werbliche Interessen bei Social Media Posts in Form von gesponserten Artikeln etc. zu erkennen, wird durch die direkte Verknüpfung der kommerzielle Charakter den Nutzern deutlich vorgeführt. Die Zukunft von Social Media im E-Commerce macht Snapchat vor: Augmented Reality, Social Media als digitale Garderobe – das hat nicht nur Unterhaltungscharakter und bietet sich bestens zum Teilen an. Es stiftet auch neuen Nutzen, den ich sonst nur durch die Anprobe im Geschäft habe.

 

Von Dr. Hans-Wilhelm Eckert

Social Media Profiling

Vom Marketing Tool zur Terror-Abwehr – die beeindruckende Karriere des Social Media Profiling

In seinen Anfängen wurde Social Media Profiling von Marketern genutzt, um herauszufinden wo sich ihre Zielgruppe auf der Customer Journey befindet, wo sie sich informiert, welche Communities sie nutzt etc., um sie damit noch genauer anzusprechen. Unter dem Begriff Predictive Profiling haben Daten-Profis dann Ansätze entwickelt, um künftige Verhaltensweisen oder Entwicklungen vorherzusagen. Dazu zählen etwa Wahrscheinlichkeiten von Zahlungsausfällen, Krankheiten oder Unfällen – Dinge die Banken, Krankenkassen und Versicherer sehr interessieren und von denen sie den Zugang zu ihren Leistungen abhängig machen können. In den vergangenen Wahlkämpfen hat das Instrument angeblich schon Mehrheiten mobilisiert.

Social Media Profiling – der nächste Karriereschritt

Und nun steht dem Instrument ein weiterer Karriereschritt bevor: Es soll den USA helfen, Terroristen bei der Einreise zu identifizieren. Dazu sollen bei Grenzkontrollen vermehrt Smartphones konfisziert und durchgeschaut werden. Die Beamten verschaffen sich Zugriff auf Adressbücher und Facebook- oder Twitter-Kanäle. Sie überprüfen, wie sich Personen in sozialen Netzwerken zu bestimmten Themen äußern und machen davon die Einreise abhängig. Ob das so wirksam ist, sei dahingestellt. Wer sich wirklich mit Terror-Gedanken trägt, wird das nicht unbedingt auf seinem Smartphone dokumentieren.

Aber die heftigen Reaktionen, die dieses Vorgehen nach sich zieht, machen deutlich, dass hier noch etwas anderes im Spiel ist. So unmittelbar erleben wir ja das Eindringen in unsere Privatsphäre sonst nicht. Das Smartphone ist für viele von uns längst zur Erweiterung unseres Selbst geworden oder wie es die Süddeutsche Zeitung nennt: eine Psychoprothese. Und deshalb sind Eingriffe in unser Smartphone so persönlich und schmerzhaft. Unmittelbar wird uns vor Augen geführt, wie ein Fremder tief ins eigene Leben hineinblickt. Die Geste der Unterwerfung ist hier direkt spürbar.

Social Media Profiling – Chance zur Sensibilisierung?

Solange es nur Algorithmen sind, bleibt das ganze Sammeln, Fusionieren und Analysieren der Daten abstrakt. Aber sobald ein Fremder direkt in den Spiegel unseres Privatlebens blickt, ist das etwas Anderes. Vielleicht ist es hilfreich, sich diese Situation öfter vorzustellen, um beim Umgang mit den eigenen Daten in digitalen Kanälen zu entscheiden, welche Spuren ich im Netz hinterlassen möchte.

Von Dr. Hans-Wilhelm Eckert

Truth or consequences?

Gerüchteküche Fake News – eine Chance für Qualitätsjournalismus?

Soziale Medien als political player

Der Newsfeed auf Facebook wird schon seit Längerem mit argwöhnischen Blicken beobachtet. Schon vor einigen Jahren begann der Facebook-Algorithmus damit, die Nachrichten und Beiträge der gelikten Seiten und Freunde zu sortieren und zu filtern. Schon das passte vielen Usern und vor allem Kritikern von Facebook nicht. Denn diese Kalkulation führt dazu, dass kaum noch alternative Perspektiven und Meinungen auf der eigenen Pinnwand erscheinen. Je mehr man auf die geposteten Beiträge klickt und mit diesen interagiert, desto mehr wird der Newsfeed von Facebook spezifiziert und auf ähnliche Inhalte gelenkt. Jedoch bleibt nach wie vor umstritten, wie viel Einfluss diese 2011 vom Internetaktivisten Eli Pariser geprägte „Filterblase“ auf den einzelnen Bürger hat. Außerdem haben wir uns mittlerweile an die Filterblase gewöhnt und es gibt seit dem US-Wahlkampf des vergangenen Jahres ein neues Phänomen, das die Kritiker der sozialen Medien beschäftigt: Fake News.

Fake News: Konstruktiv oder destruktiv für den Journalismus?

Was einerseits amüsant sein kann auf satirischen Plattformen wie Der Postillon, wird bitterer Ernst, sobald man nicht mehr eindeutig zuordnen kann, ob die Nachricht wahr oder falsch ist. Spätestens seit Facebook im Januar diesen Jahres verkündet hat, gegen Fake News vorzugehen, ist das Wort in aller Munde. Laut Tagesschau plane Facebook, gegen einzelne Beiträge vorzugehen, sobald besonders viele Meldungen von Usern zu einer Neuigkeit eingehen. Tritt dieser Fall ein, wird die Nachricht an das deutsche gemeinnützige Recherchezentrum Correctiv weitergeleitet und von diesem geprüft. Mit seinem Slogan „Recherchen für die Gesellschaft“ setzt sich die Plattform dafür ein,  „jedem Bürger Zugang zu Informationen [zu] geben.“ In Zeiten der Digitalisierung und damit auch der Digitalisierung von Neuigkeiten, wird die wortwörtliche Pressearbeit auf die Probe gestellt. Dank Twitter sind die Nachrichten auf 140 Zeichen komprimiert und Snapchat, Vine, Instagram und auch Facebook zeigen, wie erfolgreich visueller Content ist. Wo ist da überhaupt noch Platz für ernsthaften, gut recherchierten Journalismus?

Unabhängige Plattformen als Verteidiger der Wahrheit

Gerade Plattformen wie Correctiv werden in Zukunft stärker gebraucht werden. Wo es Fake News gibt, muss es auch Fact-Checker geben. Zwar ist es mühsam, die ständigen Falschmeldungen anzugehen, aber diese werden normalerweise nicht auf den Onlineplattformen der Mainstream-Medien verbreitet, sodass ein jeder Fake News-Leser die Möglichkeit hat, schnell nachzuprüfen wer und was hinter der Meldung steckt. Auf Seiten der – vor allem unabhängigen – Journalisten und Onlineredakteure ist es wichtig, die Neuigkeiten, die sich aufgrund ihres teilweise skandalösen Inhalts wie ein Lauffeuer verbreiten, schnellstmöglich und genau zu überprüfen. Denn eine der Prämissen, die dem Journalismus innewohnt, ist zu „schreiben, was ist“, wie Rudolf Augstein, Gründer des Magazins Der Spiegel so treffend formuliert hat.

Objektiver Journalismus adé?

Doch gerade Spiegel wird zurzeit dafür kritisiert, über die Stränge der Berichterstattung zu schlagen. International diskutiert wird das aktuelle Spiegel-Cover, wo ein unverkennbarer US-Präsident Trump soeben den Kopf der Freiheitsstatue mit einer Machete abgetrennt hat und den noch tropfenden Kopf mit einer aggressiven Gebärde in der Hand hält.

Somit werden verschiedene Interpretationsvorschläge angeboten und machen das Cover so zu einem aktuellen Beispiel für die künstlerische Umsetzung visueller „Alternative Facts“, wenn nicht sogar von Fake News. Die öffentliche, internationale Diskussion ist in diesem Kontext eine Chance, Journalismus neu zu überdenken und neue Bedingungen an ernsthaften Journalismus zu stellen.

Was denken Sie über Fake News? Sehen Sie in dieser Entwicklung eine Bedrohung? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!

Von Jacqueline Althaller

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Twitterpräsident Trump: Folgst du noch oder ver-folgst du schon?

Seit seiner Vereidigung als US-Präsident bedient Donald J. Trump zwei Twitterkanäle: Seinen „eigenen“, @realDonaldTrump und den offiziellen Kanal des @POTUS (President of the United States). Der private Account schlägt zwar mit mittlerweile 22,1 Millionen Followern, Tendenz steigend, den offiziellen Kanal des ehemaligen Präsidenten Barack Obama, der 14,6 Millionen Anhänger auf Twitter hat. Obama wiederum hat, obwohl er seit der Vereidigung Trumps nicht mehr aktiv ist, 300.000 Anhänger mehr als der offizielle Trump-Kanal.

Quantität vs. Qualität

Follower-Zahlen geben vor, etwas über Relevanz auszusagen. Das scheint auch Trump besonders wichtig zu sein, wie das Beispiel seiner Vereidigung zeigt. Er rühmte sich damit, das größere Publikum im Vergleich zu Obamas Vereidigung im Jahr 2009 gehabt zu haben, auch wenn Gegenüberstellungen von Luftaufnahmen etwas anderes nahelegen. Einem Spiegel-Artikel zufolge ist dieses „Truth-Bending“ Folge starker narzisstischer Züge, die Trump aufweist. Seine übertriebene Darstellung, dass er die Menschenmenge seiner Vereidigungszeremonie auf mindestens eine Million schätze, erklärt der Spiegel mit einem Zitat aus dem Deutschen Ärzteblatt: „Die Betroffenen haben ein grandioses Gefühl der eigenen Wichtigkeit, sie verlangen nach übermäßiger Bewunderung, sie idealisieren sich selbst und sind stark von Fantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Glanz oder Schönheit eingenommen.“

Was steckt aber hinter Trumps 22,1 Millionen? Es ist bekannt, dass nicht nur „echte“ Menschen hinter dieser Zahl stehen, sondern auch sogenannte Bots und Spam-Accounts. Hinter den Bots (die abgekürzte Version für „Robots“) verstecken sich Programme, die beispielsweise auf Twitter darauf programmiert sind, bestimmten Accounts zu folgen und deren Tweets wiederzugeben. Dies machen sich Politiker wie Trump zunutze und verbreiten damit gezielt Nachrichten an andere Twitter-User. Spam-Accounts folgen vielen Accounts, weisen aber selbst keine weitere Aktivität auf Twitter auf. Welche solcher Accounts „echt“ und welche programmiert sind, ist nicht eindeutig festzustellen. Jedoch ist die Zahl der in Amerika lebenden Trump-Follower, die somit als „brauchbare“ Follower gewertet werden können, überraschend klein. Laut Forbes Magazin, das sich auf eine Studie der Plattform Affinio bezieht, sind dies nur ca. drei Millionen Twitter-Follower. Von diesen posten nur 13% öfter als 15-mal im Monat einen Tweet und sind somit als aktive Follower einzustufen. 11% dieser drei Millionen sind aufgrund der verwendeten Hashtags als politisch einzuordnen. Das Wichtigste jedoch: Sie scheinen keine Trump-Anhänger zu sein, da die drei meistgefolgten Accounts von diesen wiederum Barack Obama, Hillary Clinton und Bernie Sanders sind. Diese User „folgen“ also Trump nicht im engeren Sinne, sondern „ver-folgen“ schlichtweg seine Aktivitäten.

Warum Trump folgen?

Viele Twitter-User scheuen aus einem einfachen Grund davor, Trump zu folgen: Sie möchten schlichtweg nicht als Sympathisanten Trumps verstanden werden. Doch damit verpassen sie die Chance, ungefilterten Zugang zum Präsidenten der mächtigsten Nation der Welt zu haben. Egal ob „Gegner“ oder „Anhänger“ – hier bietet sich die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die Person zu informieren, mit der wir es für die nächsten vier Jahre zu tun haben, anstatt auf bereits vorgefertigte Meinungen zu vertrauen. Trumps Twitteraccount ist dank der Schnelligkeit des Mediums und der regen Aktivität des Präsidenten eine Chance für jeden, sich darüber zu informieren, was Trump durch den Kopf geht. Wer um seine Onlinereputation fürchtet, kann durch Retweets Position beziehen.

Und wie halten Sie es mit dem Folgen? Folgen Sie nur Menschen, mit deren Positionen sie sympathisieren, oder auch Vertretern anderer Meinungen?

 

Von Dr. Hans-Wilhelm Eckert

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Visual Content ist 2017 unverzichtbar

Visual Content is King

Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt, doch die Trends für das neue Jahr 2017 zeichnen sich schon jetzt ab. Unser letzter Blog-Beitrag hat bereits einen Ausblick zu diesem Thema gegeben – heute greifen wir die erste Prognose hieraus auf: Video-Content.

 

Visuelle Inhalte sind ganz weit vorne

Durch die Fülle an Informationen im Internet sind die User anspruchsvoller und bequemer geworden. Ihre Aufmerksamkeitsspanne ist bereits deutlich gesunken. Sie wollen sich auch nicht minutenlang durchklicken, um zu einem gewünschten Inhalt zu gelangen, sondern diesen unmittelbar und direkt vor ihren Augen sehen. Bilder, Animationen oder kurze Videos (nicht länger als 30 Sekunden) stehen hoch im Kurs, denn: Unser Gehirn kann visuelle Inhalte besser verarbeiten als Textinhalte. Außerdem zeigt sich, dass Visual Content die Interaktion in Social Media deutlich stärkt und dadurch eine wesentlich höhere Reichweite erzielt. Das Ergebnis ist ein zufriedener User, der alle Informationen gleich auf einen Blick und komprimiert vorfindet sowie ein glücklicher Content-Marketer, der seine Ziele erreicht und den Erfolg seiner Content Marketing Strategie ausbauen kann.

 

Der Einsatz von Visual Content steigt 2017 erheblich

Glaubt man einer Studie des Infografik-Tools Venngage, haben Content-Marketers diesen Trend bereits für sich erkannt und Visuals fest für ihre Content-Strategie eingeplant. Wir haben die Umfrage genauer unter die Lupe genommen und stellen nachfolgend die wichtigsten Ergebnisse vor:

 

  • Anteil an Visual Content: 53% der Befragten gaben 2016 an, dass sie bei 91-100% des publizierten Content visuelle Inhalte (GIFs, Infografiken, Fotos, Videos) einsetzen; dies entspricht einer Steigerung von 130% zwischen 2015 und 2016
  • Interaktionsrate durch Visual Content: 5% der Content Marketers sehen Infografiken führend, wenn es um die Steigerung der Interaktionsrate geht, während 25.7% ähnliche Erfahrungen mit Daten-Tabellen gemacht haben. Videos und Präsentationen (PowerPoint, Slideshare) waren für 20.2% der Umfrageteilnehmer die Interaktionstreiber.
  • Visual Content und Marketing Strategie: 8% sehen visuelle Inhalte als unverzichtbaren, integralen Bestandteil der übergeordneten Marketing-Strategie, weitere 31.7% stufen sie als „sehr wichtig“ ein.

 

Werbung mit Instagram Stories

Passend dazu hat Instagram nun „Anzeigen in Stories“ (Instagram Stories) eingeführt. Konkret bedeutet das, dass Advertiser nun Anzeigen zwischen zwei Stories von Nutzern schalten können. Zudem kann man die Form der Werbung selbst bestimmen, z.B. als Foto oder Video. Somit werden den Advertisern die gleichen Möglichkeiten geboten wie den Stories-Nutzern, die seit August 2016 mithilfe der Funktion „Stories“ Fotos und Videos für eine Slideshow zusammenstellen können.

 

Last but not least: Engagement first!

Abschließend sei noch kurz darauf hingewiesen, dass der Einsatz von Visual Content und die vielfältigen Möglichkeiten, die sich für Marketer und Advertiser ergeben, zu einem noch größeren Erfolg führen, wenn das Augenmerk auch auf der Steigerung der eigenen Interaktion mit der jeweiligen Zielgruppe liegt. Social Networking von Unternehmensseite ist etwas, das User noch mehr an eine Brand/Marke bindet, da sie sich individuell und persönlich angesprochen und behandelt fühlen.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Visual Content in Ihrem Unternehmen gemacht und wo wird dieser eingesetzt? Wir freuen uns über Ihre Kommentare und Anregungen!

 

 

Von Jacqueline Althaller

 

textintern: Erfolg muss messbar sein!

textintern, 15.12.2016

ti-Interview mit den Geschäftsführern Jacqueline Althaller und Hans-Wilhelm Eckert von der Kommunikationsagentur Communication Presse und PR, München. Die Agentur setzt auf Forschungsprojekte im Social Media und Multichannel-Bereich, um Daten besser auswerten und nutzen zu können. […]

Textintern, Ausgabe 49/50 (2016)

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Social Intranets im Unternehmensalltag

Vernetzung im Unternehmensalltag: Social Intranets

Social Intranets werden immer häufiger dann eingesetzt, wenn es darum geht, die Prozesse in Unternehmen zu vereinfachen und gleichzeitig die Vernetzung voranzutreiben. Auch wenn Mitarbeiter in der Priorität der Social Media Aktivitäten aktuell noch hinter den externen Zielgruppen rangieren (siehe aktuelle Studie Social Media im B2B), lässt sich doch in der internen Kommunikation der nächste große Trend ausmachen. Dabei geht es vor allen Dingen darum, effektiver und zeitsparender zusammenzuarbeiten: Verbesserte Teamarbeit und Social Collaboration als zentraler, generationsübergreifender Ankerpunkt sind wünschenswerte Ziele. Was in der Theorie nach paradiesischen Zuständen klingt, ist in der Praxis oft geprägt von Problemen mit der Handhabung durch fehlende Einarbeitungszeit sowie zum Teil durch Skepsis gegenüber dem wahren Nutzen. Große Unternehmen sind mit Tools wie Sharepoint (Microsoft), Yammer (IBM) und Chatter (Salesforce) seit Jahren auf dem Markt. In jüngster Zeit haben neue, kleinere und vor allem flexiblere Tools hier Einzug gehalten, wie z.B. IdeaCloud, Social Chorus oder HumHub.

 
Kurz-Portrait HumHub: Do it like Facebook

Eines der kleineren Social Intranets ist HumHub. Von der Münchner Web Agentur zeros+ones entwickelt, wurde HumHub Ende Februar 2015 als eigenständiges Unternehmen ausgegründet. Geschäftsführer und Mitgründer ist Lucas Bartholemy. Als Social Network Software, die auf dem PHP Framework Yii basiert, positioniert sich die Software selbst als Werkzeug zur Gestaltung eigener sozialer Netzwerke für die interne Unternehmenskommunikation und -zusammenarbeit.
Das Aussehen von HumHub ist aufgeräumt minimalistisch und orientiert sich in großen Teilen klassischerweise an Facebook, was die Nutzung vertraut macht. Es kann sowohl in kurzer Zeit selbst installiert werden, als auch als Software as a Service (SaaS) vom Hersteller gehostet werden. Zudem wird eine Enterprise Edition angeboten, die besondere und individuelle Funktionen für Unternehmen beinhaltet.

 
Was macht Humhub so besonders?

Die Social Network Software zeichnet sich durch folgende Punkte aus:

  • Responsive Open Source-Lösung (geplant: HumHub App)
  • Einfache Installation (inhouse)
  • Komplette Integration via „LDAP“ (zentrale Erfassung der CRM-Datenbank)
  • Eigene Profil-Gestaltung
  • Einfache Handhabung (Anlehnung an Facebook)
  • Info & Project Management
  • Adaption an CI-Faden möglich
  • Geeignet auch für sehr kleine Teams (bis 5 Mitarbeiter)
  • Vernetzung von bis zu 1.000 Usern (geplant: 10.000)

Neben sehr umfangreichen Sprachauswahl (derzeit in über 18 Sprachen internationalisiert), die jederzeit flexibel geändert werden kann, gibt es sogenannte „Spaces“ (analog zu den Facebook-Gruppen), die die primäre Austauschplattform für die User bilden. Dabei kann jedes Space mit Hinblick auf Zugriffsmöglichkeiten, Sichtbarkeit und Modul-Auswahl einzeln definiert und dem Verwendungszweck exakt angepasst werden. Ein Beispiel: Unternehmen möchte für jeden Standort und jede Abteilung Spaces einrichten, so dass die Inhalte nur für die entsprechenden Mitarbeiter des jeweiligen Standortes bzw. der Abteilung sichtbar sind.

 

Wie werden Social Intranets von Mitarbeitern angenommen?

Die genannten Tools der Großkonzerne Microsoft, IBM und Salesforce kommen derzeit zwar in vielen Unternehmen hierzulande zum Einsatz, jedoch gibt es mit Hinblick auf die vollständige Akzeptanz (Usability) und vollumfängliche Integration in den Arbeitsalltag großen Nachholbedarf. Da stellt sich die Frage: Was genau braucht es, damit Social Intranets von den Mitarbeitern als sinnvolle, alltägliche Begleiter wahrgenommen werden?
Dazu hat CEO und Gründer Lucas Bartholemy eine deutliche Antwort: „Es muss ein Angebot von Tools verfügbar sein, das den Mitarbeitern Mehrwerte bietet. Zum Beispiel: Es sollte ein Datei-Verwaltungstool für den schnellen Überblick zu Projekten, ein Meeting-Modul, welches u.a. den Export von PDF-Dateien ermöglicht und ein integriertes Modul zur Stundenerfassung geben, damit alle wichtigen Aspekte gebündelt an einem Ort zu finden sind. So verhindert man die Suche nach Alternativen. Dies führt bei einfacher Handhabung zu einer immensen Vereinfachung der täglichen Zusammenarbeit, in dem die Flut an E-Mails innerhalb der Projektmitglieder stark reduziert wird.“

 

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Social Intranets innerhalb Ihres Unternehmens gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Einschätzungen zu diesem Thema!

 

Von Jacqueline Althaller

 

Social Media: Wie nutzen B2B-Unternehmen Facebook & Co?

Der Onliner – Marketing und Wirtschaft 4.0, 20.11.2016

Eine aktuelle Studie untersuchte, wie deutsche und österreichische Business-to-Business-Unternehmen soziale Netzwerke nutzen. Die spannenden Ergebnisse auf einen Blick. […]

Von: Mathias Sauermann

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Trumps Trümpfe

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Fünf Erfolgsmethoden auf dem Weg ins Weiße Haus

Für viele kam die Nachricht wie ein Paukenschlag: Am 8. November 2016 wurde Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt – als Kandidat, dem noch zu Beginn seiner Bewerbung so gut wie niemand ernsthafte Chancen auf das Amt zugestanden hatte.

Doch wie kam es dazu, dass ein derart krasser Außenseiter einen souveränen Sieg mitnehmen konnte – zumal gegen die etablierte und politisch erfahrene Wettbewerberin Clinton? Zahlreiche Beobachter (und damit potenzielle Wähler) hatten überdies das Gefühl, dass ein Großteil der Presse gegenüber Trump überwiegend negativ berichtete.

Dennoch konnte Trump als talentierter Kommunikator, der er zweifelsohne ist, genügend Boden gut machen. Hier sind die fünf Erfolgsmethoden, mit denen es „The Donald“ gelang, ins Weiße Haus einzuziehen:

  1. Der Slogan

Trumps Slogan „Make America Great Again“ (MAGA) schlug einerseits eine Brücke zur unter Amerikanern überwiegend positiv besetzten Reagan-Ära und vermochte es andererseits, die Sorgen und Nöte der Wähler aufzunehmen und mit einer mobilisierenden Botschaft zu versehen. Clintons Slogan „I’m With Her“ hingegen sollte vor allem den Aspekt zum Ausdruck bringen, dass eine Frau als Präsidentschaftskandidatin antritt – Trump nahm „I’m With Her“ jedoch zum Anlass, Clinton wegen dieses auf ihre Person fokussierten Slogans als Egoistin zu attackieren.

 

  1. Die Rhetorik

Mit einer eigentümlichen Mischung aus einfacher Sprache, suggestiven Behauptungen, deftigen Invektiven und vor allem Wiederholungen vermochte Trump es, vor großen Auditorien zu reüssieren – und weite Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Insbesondere das Anheften negativer Attribute an seine politischen Widersacher half es ihm dabei, diese aus dem Feld zu schlagen: So wurde aus Jeb Bush „Low Energy Jeb“, aus Marc Rubio der „Schwitzende Marc“ und schließlich aus Hillary Clinton „Crooked Hillary“. Mit letzterem Schmähbegriff schlug Trump eine Brücke zu Richard Nixon, der mit dem Watergate-Skandal gewissermaßen die Mutter der politischen Verfehlungen begründet hatte.

 

  1. Earned Media

Trumps provokative und teils beleidigende Aussagen erhitzten von Anfang an die Gemüter und schufen dem Republikaner zahlreiche Feinde. Doch der Wahnsinn hatte offenbar Methode: Die laufenden Provokationen führten dazu, dass sich Trump unter allen Kandidaten die mit Abstand stärkste mediale Präsenz sicherte. Während der Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur gab der Immobilien-Mogul deshalb nur einen kleinen vergleichsweise kleinen Betrag für Werbung aus; und sammelte dafür Earned Media im Gegenwert von fast 2 Milliarden US-Dollar ein.

 

  1. Field Marketing

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren Trumps war sicherlich seine Präsenz bei den Wählern vor Ort. Besonders in der heißen Schlussphase des Wahlkampfs tourte Trump unermüdlich durchs Land und ließ dabei seine Rivalin Clinton weit hinter sich: Allein im August hielt Trump 29 Wahlkampfveranstaltungen vor einer geschätzten Zahl von 168.000 Unterstützern ab; Clinton kam hingegen bei 11 Auftritten im selben Monat nur auf etwa 10.000. Eine nicht zu unterschätzende Wirkung hatten auch Merchandise-Artikel wie die ikonischen „Make America Great Again“-Käppis. Mit ihnen schuf der Marketer Trump nicht nur ein Erkennungszeichen unter seinen Befürwortern, sondern auch eine im Alltag sichtbare, kostenlose Werbefläche.

 

  1. Twitter

Seit den Kampagnen von Barack Obama 2008 und 2012 gelten die sozialen Medien als ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Präsidentschaftswahl. Noch nie hatte jedoch ein einzelnes Medium so viel Einfluss wie bei dieser Wahl: Trump nutzte vor allem Twitter zu seinem Vorteil. Nicht zuletzt kam das reduzierte Tweet-Format dem populistischen Stil seiner Botschaften entgegen. Durch kontinuierliche Aktivität wuchs die Anzahl seiner Follower auf zuletzt rund 14 Millionen an – über 3 Millionen mehr als seine Wettbewerberin.

Hiermit gelang Trump schließlich der Einzug ins Weiße Haus. Und was immer jeder einzelne auch politisch vom neuen US-Präsidenten halten will: Zumindest kommunikativ wird seine Kampagne lange in Erinnerung bleiben.

von Felix Schönherr, Sugar & Spice Communications

PR-Journal: Communication Presse und PR erweitert Geschäftsführung

PR-Journal, 07.11.2016

COMMUNICATION Presse und PR erweitert Geschäftsführung und Leistungsangebot mit neuem Geschäftsführer Dr. Hans-Wilhelm Eckert […]

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