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Social Media im E-Commerce

Shoppen aus der Blase

Social Media sind erwachsen geworden. Jetzt können wir in ihnen auch Shoppen gehen. Wurden die sozialen Netzwerke zunächst nur als Werbeplattform genutzt, um Marken, Unternehmen oder Produkte zu vermarkten, so brauchen wir sie heute zum Einkaufen gar nicht mehr zu verlassen und haben sogar noch ein neues, digital erweitertes Einkaufserlebnis. Der Weg hierhin zeichnet sich seit einiger Zeit ab und lässt sich in vier Entwicklungsstufen beschreiben:

 

Die Entwicklung von Social Media im E-Commerce

    1. Werbe-Plattform für den Markenauftritt B2C-Marken haben es vorgemacht: Ein starker Social Media Auftritt macht Unternehmen bekannter und bringt Produkte verschiedensten Zielgruppen nahe. Ein Beispiel für den internationalen Erfolg einer Marke durch einen gelungenen Social Media Auftritt ist die schwedische Firma Fjällräven, die zwar auf Anzeigen verzichtete, aber dafür Social Media Plattformen nutze, um ihren Rucksack bekannt zu machen. Die Strategie verselbständigte sich rasch, da Kunden und Mitarbeiter des Unternehmens das Produkt fotografierten und teilten. Aber gerade auch für B2B-Unternehmen ist Social Media für den Markenaufbau wichtig – was Unternehmen wie Liebherr oder die „Heartbeat“ Kampagne von Leica anschaulich zeigen.
    2. Per Link zum Webshop Geht es um Produkte, liegt der nächste Schritt auf der Hand: Durch Links wird der Social Media Nutzer direkt zum Webshop oder Produktsheet geleitet. Besonders oft findet man dies auf Blogs oder in YouTube. Kommerzielle Züge nimmt dies an, wenn die Blogger oder YouTuber Produkte kostenlos zum Testen erhalten oder durch sogenannte Affiliate Links an den Umsätzen in den Webshops mitverdienen. Sich die Beliebtheit von Influencern zu Nutze zu machen, ist die moderne Weiterentwicklung des Word-of-Mouth und besonders im B2C Umfeld oft gesehen. Immer häufiger setzen auch B2B-Unternehmen auf Influencer. Contentmanager listet die Top B2B-Marketing Influencer: http://www.contentmanager.de/cms/contentpepper/was-sie-fuer-erfolgreiches-b2b-influencer-marketing-wissen-sollten/. Aber auch Micro-Influencer werden immer beliebter, denn gerade im B2B geht es nicht allein um die Bekanntheit, sondern darum ob der Influencer zum Unternehmen und Produkt passt.
    3. Einkauf direkt aus Social Media Posts Shop my Instagram oder buyable Pins bei Pinterest: In den vergangenen Jahren sind vor allem Instagram und Pinterest mehr und mehr in den E-Commerce Bereich vorgedrungen. So gibt es seit November 2016 den Shop Now-Button unter Instagram Bildern. Pinterest bietet seit 2015 ausgewählten Unternehmen in den USA die Möglichkeit, mit buyable Pins direkt innerhalb von Pinterest Produkte zu verkaufen. Außerdem werden bestimmte Produkte von Redakteuren ausgewählt und die neuesten Produkte gesammelt.
    4. Erweitertes Einkaufserlebnis In der nächsten Stufe kann der Einkäufer ebenfalls direkt aus dem Social Media Kanal einkaufen; aber es geht noch einen Schritt weiter: Der Social Media Shop schafft ein digitales Einkaufserlebnis durch Augmented Reality. Im Zuge der Einführung von Snapchats Spectacles in den USA können potenzielle Kunden die Brille nicht nur direkt auf Snapchat kaufen, sondern sie auch in verschiedenen Ausführungen „anprobieren“. Bislang noch ein Einzelfall, könnten solche Einkaufserlebnisse bald zur neuen Realität werden – sei es als digitale Garderobe im Fashion-Bereich oder als virtueller Handhabungstest für Produkte im B2B-Bereich.

 

Fazit:

Social Media im E-Commerce entwickeln sich zur Verkaufsplattform. Das bietet nicht nur Vorteile in der Bedienbarkeit und den Abbau von Hürden im Verkaufsweg, sondern hat auch einen weiteren Vorteil: War es für den Laien bislang schwierig werbliche Interessen bei Social Media Posts in Form von gesponserten Artikeln etc. zu erkennen, wird durch die direkte Verknüpfung der kommerzielle Charakter den Nutzern deutlich vorgeführt. Die Zukunft von Social Media im E-Commerce macht Snapchat vor: Augmented Reality, Social Media als digitale Garderobe – das hat nicht nur Unterhaltungscharakter und bietet sich bestens zum Teilen an. Es stiftet auch neuen Nutzen, den ich sonst nur durch die Anprobe im Geschäft habe.

 

Von Dr. Hans-Wilhelm Eckert

Truth or consequences?

Gerüchteküche Fake News – eine Chance für Qualitätsjournalismus?

Soziale Medien als political player

Der Newsfeed auf Facebook wird schon seit Längerem mit argwöhnischen Blicken beobachtet. Schon vor einigen Jahren begann der Facebook-Algorithmus damit, die Nachrichten und Beiträge der gelikten Seiten und Freunde zu sortieren und zu filtern. Schon das passte vielen Usern und vor allem Kritikern von Facebook nicht. Denn diese Kalkulation führt dazu, dass kaum noch alternative Perspektiven und Meinungen auf der eigenen Pinnwand erscheinen. Je mehr man auf die geposteten Beiträge klickt und mit diesen interagiert, desto mehr wird der Newsfeed von Facebook spezifiziert und auf ähnliche Inhalte gelenkt. Jedoch bleibt nach wie vor umstritten, wie viel Einfluss diese 2011 vom Internetaktivisten Eli Pariser geprägte „Filterblase“ auf den einzelnen Bürger hat. Außerdem haben wir uns mittlerweile an die Filterblase gewöhnt und es gibt seit dem US-Wahlkampf des vergangenen Jahres ein neues Phänomen, das die Kritiker der sozialen Medien beschäftigt: Fake News.

Fake News: Konstruktiv oder destruktiv für den Journalismus?

Was einerseits amüsant sein kann auf satirischen Plattformen wie Der Postillon, wird bitterer Ernst, sobald man nicht mehr eindeutig zuordnen kann, ob die Nachricht wahr oder falsch ist. Spätestens seit Facebook im Januar diesen Jahres verkündet hat, gegen Fake News vorzugehen, ist das Wort in aller Munde. Laut Tagesschau plane Facebook, gegen einzelne Beiträge vorzugehen, sobald besonders viele Meldungen von Usern zu einer Neuigkeit eingehen. Tritt dieser Fall ein, wird die Nachricht an das deutsche gemeinnützige Recherchezentrum Correctiv weitergeleitet und von diesem geprüft. Mit seinem Slogan „Recherchen für die Gesellschaft“ setzt sich die Plattform dafür ein,  „jedem Bürger Zugang zu Informationen [zu] geben.“ In Zeiten der Digitalisierung und damit auch der Digitalisierung von Neuigkeiten, wird die wortwörtliche Pressearbeit auf die Probe gestellt. Dank Twitter sind die Nachrichten auf 140 Zeichen komprimiert und Snapchat, Vine, Instagram und auch Facebook zeigen, wie erfolgreich visueller Content ist. Wo ist da überhaupt noch Platz für ernsthaften, gut recherchierten Journalismus?

Unabhängige Plattformen als Verteidiger der Wahrheit

Gerade Plattformen wie Correctiv werden in Zukunft stärker gebraucht werden. Wo es Fake News gibt, muss es auch Fact-Checker geben. Zwar ist es mühsam, die ständigen Falschmeldungen anzugehen, aber diese werden normalerweise nicht auf den Onlineplattformen der Mainstream-Medien verbreitet, sodass ein jeder Fake News-Leser die Möglichkeit hat, schnell nachzuprüfen wer und was hinter der Meldung steckt. Auf Seiten der – vor allem unabhängigen – Journalisten und Onlineredakteure ist es wichtig, die Neuigkeiten, die sich aufgrund ihres teilweise skandalösen Inhalts wie ein Lauffeuer verbreiten, schnellstmöglich und genau zu überprüfen. Denn eine der Prämissen, die dem Journalismus innewohnt, ist zu „schreiben, was ist“, wie Rudolf Augstein, Gründer des Magazins Der Spiegel so treffend formuliert hat.

Objektiver Journalismus adé?

Doch gerade Spiegel wird zurzeit dafür kritisiert, über die Stränge der Berichterstattung zu schlagen. International diskutiert wird das aktuelle Spiegel-Cover, wo ein unverkennbarer US-Präsident Trump soeben den Kopf der Freiheitsstatue mit einer Machete abgetrennt hat und den noch tropfenden Kopf mit einer aggressiven Gebärde in der Hand hält.

Somit werden verschiedene Interpretationsvorschläge angeboten und machen das Cover so zu einem aktuellen Beispiel für die künstlerische Umsetzung visueller „Alternative Facts“, wenn nicht sogar von Fake News. Die öffentliche, internationale Diskussion ist in diesem Kontext eine Chance, Journalismus neu zu überdenken und neue Bedingungen an ernsthaften Journalismus zu stellen.

Was denken Sie über Fake News? Sehen Sie in dieser Entwicklung eine Bedrohung? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!

Von Jacqueline Althaller

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Visual Content ist 2017 unverzichtbar

Visual Content is King

Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt, doch die Trends für das neue Jahr 2017 zeichnen sich schon jetzt ab. Unser letzter Blog-Beitrag hat bereits einen Ausblick zu diesem Thema gegeben – heute greifen wir die erste Prognose hieraus auf: Video-Content.

 

Visuelle Inhalte sind ganz weit vorne

Durch die Fülle an Informationen im Internet sind die User anspruchsvoller und bequemer geworden. Ihre Aufmerksamkeitsspanne ist bereits deutlich gesunken. Sie wollen sich auch nicht minutenlang durchklicken, um zu einem gewünschten Inhalt zu gelangen, sondern diesen unmittelbar und direkt vor ihren Augen sehen. Bilder, Animationen oder kurze Videos (nicht länger als 30 Sekunden) stehen hoch im Kurs, denn: Unser Gehirn kann visuelle Inhalte besser verarbeiten als Textinhalte. Außerdem zeigt sich, dass Visual Content die Interaktion in Social Media deutlich stärkt und dadurch eine wesentlich höhere Reichweite erzielt. Das Ergebnis ist ein zufriedener User, der alle Informationen gleich auf einen Blick und komprimiert vorfindet sowie ein glücklicher Content-Marketer, der seine Ziele erreicht und den Erfolg seiner Content Marketing Strategie ausbauen kann.

 

Der Einsatz von Visual Content steigt 2017 erheblich

Glaubt man einer Studie des Infografik-Tools Venngage, haben Content-Marketers diesen Trend bereits für sich erkannt und Visuals fest für ihre Content-Strategie eingeplant. Wir haben die Umfrage genauer unter die Lupe genommen und stellen nachfolgend die wichtigsten Ergebnisse vor:

 

  • Anteil an Visual Content: 53% der Befragten gaben 2016 an, dass sie bei 91-100% des publizierten Content visuelle Inhalte (GIFs, Infografiken, Fotos, Videos) einsetzen; dies entspricht einer Steigerung von 130% zwischen 2015 und 2016
  • Interaktionsrate durch Visual Content: 5% der Content Marketers sehen Infografiken führend, wenn es um die Steigerung der Interaktionsrate geht, während 25.7% ähnliche Erfahrungen mit Daten-Tabellen gemacht haben. Videos und Präsentationen (PowerPoint, Slideshare) waren für 20.2% der Umfrageteilnehmer die Interaktionstreiber.
  • Visual Content und Marketing Strategie: 8% sehen visuelle Inhalte als unverzichtbaren, integralen Bestandteil der übergeordneten Marketing-Strategie, weitere 31.7% stufen sie als „sehr wichtig“ ein.

 

Werbung mit Instagram Stories

Passend dazu hat Instagram nun „Anzeigen in Stories“ (Instagram Stories) eingeführt. Konkret bedeutet das, dass Advertiser nun Anzeigen zwischen zwei Stories von Nutzern schalten können. Zudem kann man die Form der Werbung selbst bestimmen, z.B. als Foto oder Video. Somit werden den Advertisern die gleichen Möglichkeiten geboten wie den Stories-Nutzern, die seit August 2016 mithilfe der Funktion „Stories“ Fotos und Videos für eine Slideshow zusammenstellen können.

 

Last but not least: Engagement first!

Abschließend sei noch kurz darauf hingewiesen, dass der Einsatz von Visual Content und die vielfältigen Möglichkeiten, die sich für Marketer und Advertiser ergeben, zu einem noch größeren Erfolg führen, wenn das Augenmerk auch auf der Steigerung der eigenen Interaktion mit der jeweiligen Zielgruppe liegt. Social Networking von Unternehmensseite ist etwas, das User noch mehr an eine Brand/Marke bindet, da sie sich individuell und persönlich angesprochen und behandelt fühlen.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Visual Content in Ihrem Unternehmen gemacht und wo wird dieser eingesetzt? Wir freuen uns über Ihre Kommentare und Anregungen!

 

 

Von Jacqueline Althaller

 

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Trend-Manipulation: Social Bots in den sozialen Medien

Was tun mit Social Bots?

Seit einigen Monaten nimmt die Anzahl an Social Bots und der Umfang ihres Wirkungskreises stetig zu. Meinungsbildungsprozesse in sozialen Medien sind ihnen längst zum Opfer gefallen – haben wir es nun mit neuen Einflussfaktoren in Form von autonom agierenden Bots („Roboter“) zu tun?

Die Roboter verschleiern ihre wahre Identität getarnt als Chat-Bots und sind durch die rasante, technische Entwicklung in diesem Bereich von echten Menschen – vor allem mit Hinblick auf Tonalität, Wortwahl und Aktivitätsrate – kaum noch zu unterscheiden. Konkret bedeutet das, dass die automatisierten Accounts ständig lernen und ihre Aktivitäten an ihr Umfeld anpassen, z.B. nachts keine Beiträge absetzen, um nicht enttarnt zu werden.

Ihr Hauptziel ist es, die öffentliche Meinung durch automatisch generierte Inhalte und Interaktionen gezielt zu beeinflussen.Nun stellt sich die Frage: Wie funktionieren Social Bots und wo sind sie am häufigsten anzutreffen?

 

Russische Anbieter – Hauptvorkommen: Twitter

Die Hürden, die man nehmen muss, um das Ruder zur Steuerung von Social Bots selbst in die Hand zu nehmen, sind nicht hoch. Lediglich drei Elemente bedarf es, um dieses Ziel zu erreichen:

Registrierte Nutzer-Accounts (z.B. auf Facebook, Twitter), eine automatisierte Schnittstelle (API) des gewünschten Social Network sowie ein Programm zur automatischen Steuerung der Bot-Accounts. Das Angebot auf dem vornehmlich ausländischen Markt und die Preisspanne variieren minimal; unterschieden wird zwischen einfachen Twitter-Accounts, gealterten Facebook-Accounts sowie manuell erstellten Fake-Accounts. Die Kosten belaufen sich hier auf 45 bis 150 $.

Ferner ist es wichtig zu erwähnen, dass soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter APIs kostenlos zur Verfügung stellen und es hier große Unterschiede mit Hinblick auf den jeweiligen Registrierungsprozess und die Benutzerfreundlichkeit gibt. Hier gilt das Prinzip: Je einfacher der Zugriff, desto höher die Anzahl an Social Bots. Dies wiederrum bedeutet, dass vor allem Twitter und Instagram beliebte Anlaufstellen für Social Bots sind, da der API-Zugriff hier einfacher ist.

 

Einfluss durch Manipulation: Sind Social Trends in Gefahr?

Blickt man auf die schieren Datenmengen, die sich aus den automatisch generierten Bot-Nachrichten ergeben, ist eine Manipulation der Social Trends nicht mehr auszuschließen. Die Auswirkungen – wenn auch subtil –  insbesondere auf politische Debatten und die öffentlichen Meinungen lassen sich an dem aufgeheizten Klima erahnen, das insbesondere bei Themen rund um die Flüchtlingskrise und -politik hierzulande zu beobachten ist.

Ähnliche Szenarien sind beim diesjährigen US-Wahlkampf, der Brexit-Debatte sowie im vergangenen Jahr im Rahmen des Ukraine Konflikts zu finden. Zudem lässt sich eine Manipulation an einer Vielzahl von Likes („Gefällt mir“)  und Shares („Geteilte Inhalte“) für bestimmte Inhalte erkennen, die dadurch von den Algorithmen der Social Networks als beliebt eingestuft und präferiert ausgespielt werden.

 

Beispiele für verschiedene Strategien der Manipulation durch Social Bots:

  1. Verfälschung von Trends durch gezielte Popularisierung von Hashtags
  2. Verknüpfung von Schlagwörtern zur Umleitung auf bestimmte Inhalte, z.B. aus dem rechten Spektrum
  3. Verbreitung von Falschinformationen
  4. Social Engineering Strategien zur Einflussnahme auf die User
  5. (Automated) Spear-Phishing (Individualisierung von Nachrichten zur Verbreitung von Schadsoftware)

 

Wie geht es in Zukunft weiter?

In Zukunft werden Social Bots ein ständiger Wegbegleiter in den sozialen Netzwerken sein. Somit wird sich alles um die Definition und Entwicklung von Gegenmaßnahmen drehen, die zur Identifizierung von Bots beitragen. Ferner ist parallel dazu mit einer stetigen Weiterentwicklung der Bot-Technik zu rechnen, so dass Privatpersonen und Unternehmen zunächst einen Zugang zur Thematik bekommen sollten. Hier empfiehlt es sich, vor allem die verantwortlichen Mitarbeiter besonders für die Problematik zu sensibilisieren.

Abschließend gilt es noch zu resümieren, dass

 

  • eine Manipulation bei singulären Ereignissen, z.B. Krisensituationen, Wahlen, nicht ausgeschlossen werden kann und
  • ein neues Grundprinzip für die Arbeit im Bereich Social Media gilt: Quantität in Form von hoher Reichweite und Interaktionsrate (Likes, Comments, Shares) ist kein Indiz mehr für qualitativ hochwertigen Content.

 

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Social Bots sowohl privat als auch innerhalb Ihres Unternehmens gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Einschätzungen zu diesem Thema!

 

Von Jacqueline Althaller

 

Instagram Stories für Unternehmen

Instagram Stories: großes Potential für Unternehmen

Instagram gehört mit 500 Millionen aktiven Nutzern (9 Millionen in Deutschland) schon seit Jahren zu den beliebtesten sozialen Netzwerken. Seit dem Kauf durch Facebook profitiert der Onlinedienst für Fotos und Videos von dessen Innovationsgeist und Know-how. Regelmäßig gibt es Updates und neue Funktionen. Gleich zwei von ihnen machen das Netzwerk seit Kurzem noch attraktiver für Unternehmen.

Während bisher noch alle Nutzer, egal ob privat oder beruflich, auf die gleichen Profilfunktionen zugreifen konnten, bietet Instagram nun auch Business-Profile an. Einzige Voraussetzung: Das Unternehmen muss eine verifizierte Unternehmensseite bei Facebook haben.

Instagram Stories: Alles nur geklaut?

User können bei Instagram über einen Kontakt-Button direkt mit der Firma in Kontakt treten oder werden auf die Homepage geleitet. Die Marketeers auf Unternehmensseite können über das Business-Profil wertvolle Statistiken abrufen, etwa darüber, wie hoch die Reichweite ihrer Beiträge ist, zu welcher Zeit Uhrzeit die Follower am aktivsten sind und welche Altersgruppen welche Beiträge bevorzugen. Außerdem lassen sich Inhalte über AdAge auch an bestimmte Altersgruppen ausspielen. Funktionen, die bei Facebook schon seit Jahren zur Verfügung stehen, sind nun also auch bei Instagram angekommen.

Vor wenigen Wochen dann ein medialer Aufschrei: Instagram bietet nun auch eine Stories-Funktion an, wie der Wettbewerber Snapchat. Obwohl offensichtlich abgekupfert, ist die Funktion für Unternehmen deutlich vorteilhafter als Snapchat. Sie erlaubt es, neben den bei Instagram normalerweise makellosen, mit Filtern verschönerten Bildern auch authentisches, spontanes Material zu posten, das eine stärkere Kundenbindung erzeugt und Zielgruppen besser ansprechen kann.

Die Vorteile von Instagram Stories liegen auf der Hand

Wie funktionieren Instagram Stories? Bilder und kurze Videos über den Tag verteilt  zu „Stories“ hinzufügen. Diese werden dann automatisch nacheinander, wie eine Slideshow, abgespielt und bleiben 24 Stunden lang erhalten. Die Funktion eignet sich besonders, um Einblicke hinter die Kulisse zu gewähren, Live-Events oder Produkt-Launches zu begleiten. Die Vorteile für Unternehmen, insbesondere gegenüber Snapchat, sind vielfältig:

  • Snapchat ist ein Messenger, Instagram ein soziales Netzwerk. Hier ist mehr Interaktion möglich und Nutzer folgen bewusst Brands und Unternehmen
  • Unternehmen mit Instagram-Account haben schon eine garantierte Reichweite, sie können Stories unter realistischen Bedingungen testen und müssen keine neue Community aufbauen
  • Die Zielgruppe ist älter als bei Snapchat und verfügt über Kaufkraft

[Tweet „Authentischer, spontaner Content – #InstagramStories hat Potential für Unternehmen“]

  • Stories lassen sich in andere Netzwerke teilen und verbreiten
  • Stories lassen sich speichern und können auch offline verbreitet werden
  • Hashtags und Discover-Funktion von Instagram helfen beim Ausbau der Reichweite
  • Statistiken informieren über Nutzerverhalten und Reichweiten

 

Unternehmen, die bereits einen Instagram-Account haben, sollten die Funktion unbedingt ausprobieren. Nike hat über Instagram Stories ein neues Shirt vorgestellt und in den 24 Stunden 800.000 Views erzielt – ein grandioses Ergebnis. Vor allem jetzt, da die Stories noch Neugier erwecken, hat man als Unternehmen gute Chancen, sich und seine Produkte erfolgreich vorzustellen.

 

Instagram auf einen Blick

Instagram in Zahlen

 

Von: Anke Triebe

relevante trends der social media kanäle für b2b

Relevante Trends der Social Media Kanäle für B2B

Posts für die Ewigkeit oder den Augenblick?

Zur Zeit überschlagen sich die Neuigkeiten der verschiedenen Social Media Plattformen. Doch welche Informationen sind im täglichen Gebrauch im Contentmarketing von B2B Unternehmen tatsächlich wertvoll?

So wurden im April auf der f8, der jährlichen Entwicklerkonferenz von Facebook neue Tools wie Bots und Save Buttons vorgestellt, um den Nutzern weitere Möglichkeiten innerhalb der Facebook Plattform anzubieten. Auch in aller Munde ist Livestreaming – und hier hat YouTube ein 360-Grad- Livestreaming-Tool entwickelt. Bei all diesen Neuigkeiten geht es darum, wie Unternehmen durch ihren Content noch besser ihre Zielgruppen erreichen und mehr wahrgenommen werden können.

Wie Ihr Content auch die Zielgruppe erreicht und wahrgenommen wird.

Ansätze, wie man Aufmerksamkeit für attraktiven Content erzeugt und Trends der Social Media Kanäle für B2B geschickt nutzt, ergeben sich über:

  • Klug gewählte Keywords
    Nachdem die Inhalte sich ungleich stärker vermehren als die Nutzer, sortieren Algorithmen unsere Wahrnehmung. Die organische Reichweite sinkt, bezahlte Inhalte rücken in den Vordergrund. Um sich hier zu behaupten, werden Hashtags und SEO optimierte Keywords immer wichtiger.
  • Das geeignete Medium
    Bilder und Videos sind für den Verbraucher oftmals viel einfacher zu konsumieren und zu verstehen als reiner Text. Die Herausforderung liegt darin, aussagekräftige Videos und Bilder zu erzeugen, die die Zielgruppe in ihren Bann ziehen. Der Erfolg von Social Media Kanälen, wie Snapchat und Instagram, bei denen das Sharen von Fotos im Vordergrund stehen sprechen für sich. Siehe unser Blogpost zu Instagram. Bei Videos sind Livestreamings gerade der absolute Renner und werden sowohl auf Facebook als auch auf YouTube weiterentwickelt. Aber auch Twitter hat mit Periscope eine weitere Social Media Plattform entwickelt, die Livestreaming ermöglicht. Im Vergleich zu vorprogrammierten Videos, die auf Abruf auf dem YouTube Kanal schlummern, haben Livestreamings ihren eigenen Reiz: da sie zeitnah sind und den Betrachtern das Gefühl geben nicht nur „dabei“ zu sein, sondern auch mit ihren Kommentarfunktionen direkt ins Geschehen mit einsteigen zu können., wirken sie ausgesprochen authentisch und damit glaubwürdig.
  • Das „Haltbarkeitsdatum“
    Facebook hat auf der f8 unter anderem angekündigt, dass es einen „Savebutton“ geben wird, damit Inhalte zu einemspäteren Zeitpunkt noch angeschaut werden können. Dies steht im generellen Gegensatz zu den vergänglichen Social Media Plattformen wie Snapchat oder Periscope.
    Hier sind zwei gegensätzliche Entwicklungen auf dem Social Media Markt erkennbar:
    Auf der einen Seite bleibt Content – deutlich erkennbar – für längere Zeit auf den Plattformen verfügbar. Hier liegt die Entscheidung darauf, Kommunikationshoheit aufzubauen und mit jedem Newsfeed das „Big Picture“ zu vermitteln. Auf der anderen Seite entscheidet man sich bewusst für ein kurzes „Haltbarkeitsdatum“ Im Zweifelsfalls sind Posts dann lediglich 24 Stunden einsehbar, was beispielsweise bei einem Produkt-Launch, wo die Zielgruppe eher Clubcharakter hat durchaus interessant sein kann. Mit der heutigen Überflutung der Kanäle mit Content, kann diese Vergänglichkeit also auch zum Vorteil werden. [Tweet „Bei der heutigen Content-Überflutung, kann  Vergänglichkeit zum Vorteil werden“] Denn eine kurze Verfügbarkeit des Contents wie bei Snapchat und Periscope hat den Vorteil, dass Nutzer einem gewissen Druck ausgesetzt sind: Wenn der User an dem Thema interessiert ist und mitreden will, muss er die Inhalte schnell anschauen und im Nachrichten stream aktiv geschaltet sein.

Bei der Entscheidung für einen Kanal kommt es also auf die Zielsetzung an, mit der die Botschaften abgesetzt werden. Im B2B-Bereich dürften die Entscheidungen eher für Kanäle ausfallen, die auch langfristig wahrnehmbar sind.
Wir freuen uns wie immer auf Eure Kommentare und Anmerkungen.
Von Jacqueline Althaller

 

Instagram in B2B

Instagram in B2B – recommendable?

Among the apparently endless list of social networks, some of them stick out by concentrating on one specific type of medium. One of them is Instagram.

On this platform you can share visual content with your followers and encourage them to interact as to comment or like. So it is suitable especially if you have complex products that need visualization. 3 dimensional pc mice are just one example. However, you cannot structure your content but on the other hand sharing your content with other platforms like Facebook or Twitter is no problem at all.
If you already have some other social media profiles for your company, you might ask whether it’s necessary to look at yet another one. Well, the numbers do speak for themselves: Instagram has, by its own account, 300 million monthly active users that generate 2.5 billion likes per day and upload 70 million pictures daily. More than 70 percent of users are no U.S. citizens of whom 4.2 million are from Germany. In addition the study of TrackMaven “2016 Social Media Impact Report” shows that content posts on Instagram in B2B achieve the greatest engagement rate among all social media channels.

[Tweet „Instagram: Social Media channel with greatest engagement rate in B2B“]
Besides these facts, Instagram scores with further conveniences. Let’s have a look at the visual medium itself. On Instagram it’s all about visuals, which means that you transport your message via images solely. That is no disadvantage! On the contrary, visual content is very expressive by its own. Plus the Instagramers, as they call themselves, are a bit more passionate and creative about the platform, due to their pursuit on imagery. This implies that you can reach people on Instagram that are particularly open to new ideas, which is an advantage for your business.

Helpful hints on how to use Instagram in B2B:

  • As you know from Twitter, it’s important to use the right hashtags so you can be found by Instagramers.
  • Furnish your pictures with expressive captions.
  • Engage your community to comment and like your content.
  • Link your Instagram profile to your other social media channels to benefit from your audience you already have achieved.
  • Watch the analytics to check your success.

After all, don’t reject Instagram in B2B because you are not a perfect photographer. As in every social network, you have to be authentic and “happy little accidents” can push your popularity. So, why not give it a try and use Instagram as a visual channel for business or products? Visual content can be created out of many topics giving you some examples:

  • Product images
  • Insights/behind the scenes
  • Staff
  • Slides
  • Infographics
  • Eye-catching pictures linking to your knowledge and services you provide

What is your experience with Instagram in B2B? Do you already have an account? We are happy to engage in the discussion with you.
By Jacqueline Althaller