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Papierlos am Arbeitsplatz

Rita macht Schluss mit Zettelwirtschaft im Büro

Seit fast 40 Jahren wird das „papierlose Büro“ ver- und besprochen. Aktuell spricht die Welt gerne von Rita: noch nicht gehört? Rita, das ist ein sprechendes, sprachgesteuertes Whiteboard. Doch wenn Rita bereits verfügbar ist, warum tut sich der Mensch so schwer von der Zettelwirtschaft loszulassen?

Die Beschäftigung mit Themen und Aufgaben ist eine Frage des Typs. Während der eine gerne Listen erstellt, die nach Erledigung abgehakt werden, möchte der andere seine Notizen aus Sicherheitsgründen lieber noch stehen lassen. Jeder Mitarbeiter hat seinen eigenen Umgang mit Technik entwickelt. Der eine greift gerne zum Hörer und sucht das direkte Gespräch, der andere bevorzugt schriftliche Kommunikation. Das papierlose Büro könnte für beide Typen funktionieren. Die Technik macht es möglich.

Sprachsteuerung ist aktuell die beste Verbindung aus beiden Welten. Sie erlaubt es, sich ganz auf den Inhalt einer Nachricht zu konzentrieren und gleichzeitig sicher zu stellen, dass die Texte anschließend in schriftlicher Form auch anderen Mitgliedern im Team zur Verfügung stehen und ggf. in Formblättern oder Datenbanken wiederzufinden sind.

…aber so einfach ist das nicht

Nicht nur im eigenen Team gibt es unterschiedliche Typen. Auch zwischen Unternehmen findet Kommunikation statt, bei der einzelne Menschen miteinander in Kontakt treten. Wir müssen uns also gut überlegen, wann und wie wir Rita, Alexa und Co. einsetzen wollen. Fühlt sich mein Ansprechpartner überhaupt wohl, wenn das Büro „mithört“ und alles aufzeichnet? Hinzu kommen Fragen wie: Was ist, wenn mein Sprachassistent sich „verhört“ oder ich mich verspreche? Wer haftet, wenn ein solcher „Verhörer“ meinem Unternehmen schadet und wie stelle ich sicher, dass vertrauliche Daten auch vertraulich bleiben? Schließlich gibt es auch rein rechtlich gesehen Dokumente, die in ausgedruckter Form vorliegen sollten – nicht ohne Grund ist das Faxgerät noch immer fester Bestandteil in Anwaltskanzleien.

Komplett wird sich Papier aus dem Büro daher wohl nie verabschieden. Trotzdem sind Sprachassistenten eine Ressource, mit der dem bürokratischen Apparat eines jeden Unternehmens effizient entgegen getreten werden kann. Wir müssen uns lediglich bewusst machen, in welchen Bereichen und für welche Aufgaben ein Smart-Office von Vorteil sein kann.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht im intelligenten Büro? Welche Vorteile oder Hürden seht ihr?

Von Jacqueline Althaller

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Visual Content ist 2017 unverzichtbar

Visual Content is King

Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt, doch die Trends für das neue Jahr 2017 zeichnen sich schon jetzt ab. Unser letzter Blog-Beitrag hat bereits einen Ausblick zu diesem Thema gegeben – heute greifen wir die erste Prognose hieraus auf: Video-Content.

 

Visuelle Inhalte sind ganz weit vorne

Durch die Fülle an Informationen im Internet sind die User anspruchsvoller und bequemer geworden. Ihre Aufmerksamkeitsspanne ist bereits deutlich gesunken. Sie wollen sich auch nicht minutenlang durchklicken, um zu einem gewünschten Inhalt zu gelangen, sondern diesen unmittelbar und direkt vor ihren Augen sehen. Bilder, Animationen oder kurze Videos (nicht länger als 30 Sekunden) stehen hoch im Kurs, denn: Unser Gehirn kann visuelle Inhalte besser verarbeiten als Textinhalte. Außerdem zeigt sich, dass Visual Content die Interaktion in Social Media deutlich stärkt und dadurch eine wesentlich höhere Reichweite erzielt. Das Ergebnis ist ein zufriedener User, der alle Informationen gleich auf einen Blick und komprimiert vorfindet sowie ein glücklicher Content-Marketer, der seine Ziele erreicht und den Erfolg seiner Content Marketing Strategie ausbauen kann.

 

Der Einsatz von Visual Content steigt 2017 erheblich

Glaubt man einer Studie des Infografik-Tools Venngage, haben Content-Marketers diesen Trend bereits für sich erkannt und Visuals fest für ihre Content-Strategie eingeplant. Wir haben die Umfrage genauer unter die Lupe genommen und stellen nachfolgend die wichtigsten Ergebnisse vor:

 

  • Anteil an Visual Content: 53% der Befragten gaben 2016 an, dass sie bei 91-100% des publizierten Content visuelle Inhalte (GIFs, Infografiken, Fotos, Videos) einsetzen; dies entspricht einer Steigerung von 130% zwischen 2015 und 2016
  • Interaktionsrate durch Visual Content: 5% der Content Marketers sehen Infografiken führend, wenn es um die Steigerung der Interaktionsrate geht, während 25.7% ähnliche Erfahrungen mit Daten-Tabellen gemacht haben. Videos und Präsentationen (PowerPoint, Slideshare) waren für 20.2% der Umfrageteilnehmer die Interaktionstreiber.
  • Visual Content und Marketing Strategie: 8% sehen visuelle Inhalte als unverzichtbaren, integralen Bestandteil der übergeordneten Marketing-Strategie, weitere 31.7% stufen sie als „sehr wichtig“ ein.

 

Werbung mit Instagram Stories

Passend dazu hat Instagram nun „Anzeigen in Stories“ (Instagram Stories) eingeführt. Konkret bedeutet das, dass Advertiser nun Anzeigen zwischen zwei Stories von Nutzern schalten können. Zudem kann man die Form der Werbung selbst bestimmen, z.B. als Foto oder Video. Somit werden den Advertisern die gleichen Möglichkeiten geboten wie den Stories-Nutzern, die seit August 2016 mithilfe der Funktion „Stories“ Fotos und Videos für eine Slideshow zusammenstellen können.

 

Last but not least: Engagement first!

Abschließend sei noch kurz darauf hingewiesen, dass der Einsatz von Visual Content und die vielfältigen Möglichkeiten, die sich für Marketer und Advertiser ergeben, zu einem noch größeren Erfolg führen, wenn das Augenmerk auch auf der Steigerung der eigenen Interaktion mit der jeweiligen Zielgruppe liegt. Social Networking von Unternehmensseite ist etwas, das User noch mehr an eine Brand/Marke bindet, da sie sich individuell und persönlich angesprochen und behandelt fühlen.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Visual Content in Ihrem Unternehmen gemacht und wo wird dieser eingesetzt? Wir freuen uns über Ihre Kommentare und Anregungen!

 

 

Von Jacqueline Althaller

 

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Social Intranets im Unternehmensalltag

Vernetzung im Unternehmensalltag: Social Intranets

Social Intranets werden immer häufiger dann eingesetzt, wenn es darum geht, die Prozesse in Unternehmen zu vereinfachen und gleichzeitig die Vernetzung voranzutreiben. Auch wenn Mitarbeiter in der Priorität der Social Media Aktivitäten aktuell noch hinter den externen Zielgruppen rangieren (siehe aktuelle Studie Social Media im B2B), lässt sich doch in der internen Kommunikation der nächste große Trend ausmachen. Dabei geht es vor allen Dingen darum, effektiver und zeitsparender zusammenzuarbeiten: Verbesserte Teamarbeit und Social Collaboration als zentraler, generationsübergreifender Ankerpunkt sind wünschenswerte Ziele. Was in der Theorie nach paradiesischen Zuständen klingt, ist in der Praxis oft geprägt von Problemen mit der Handhabung durch fehlende Einarbeitungszeit sowie zum Teil durch Skepsis gegenüber dem wahren Nutzen. Große Unternehmen sind mit Tools wie Sharepoint (Microsoft), Yammer (IBM) und Chatter (Salesforce) seit Jahren auf dem Markt. In jüngster Zeit haben neue, kleinere und vor allem flexiblere Tools hier Einzug gehalten, wie z.B. IdeaCloud, Social Chorus oder HumHub.

 
Kurz-Portrait HumHub: Do it like Facebook

Eines der kleineren Social Intranets ist HumHub. Von der Münchner Web Agentur zeros+ones entwickelt, wurde HumHub Ende Februar 2015 als eigenständiges Unternehmen ausgegründet. Geschäftsführer und Mitgründer ist Lucas Bartholemy. Als Social Network Software, die auf dem PHP Framework Yii basiert, positioniert sich die Software selbst als Werkzeug zur Gestaltung eigener sozialer Netzwerke für die interne Unternehmenskommunikation und -zusammenarbeit.
Das Aussehen von HumHub ist aufgeräumt minimalistisch und orientiert sich in großen Teilen klassischerweise an Facebook, was die Nutzung vertraut macht. Es kann sowohl in kurzer Zeit selbst installiert werden, als auch als Software as a Service (SaaS) vom Hersteller gehostet werden. Zudem wird eine Enterprise Edition angeboten, die besondere und individuelle Funktionen für Unternehmen beinhaltet.

 
Was macht Humhub so besonders?

Die Social Network Software zeichnet sich durch folgende Punkte aus:

  • Responsive Open Source-Lösung (geplant: HumHub App)
  • Einfache Installation (inhouse)
  • Komplette Integration via „LDAP“ (zentrale Erfassung der CRM-Datenbank)
  • Eigene Profil-Gestaltung
  • Einfache Handhabung (Anlehnung an Facebook)
  • Info & Project Management
  • Adaption an CI-Faden möglich
  • Geeignet auch für sehr kleine Teams (bis 5 Mitarbeiter)
  • Vernetzung von bis zu 1.000 Usern (geplant: 10.000)

Neben sehr umfangreichen Sprachauswahl (derzeit in über 18 Sprachen internationalisiert), die jederzeit flexibel geändert werden kann, gibt es sogenannte „Spaces“ (analog zu den Facebook-Gruppen), die die primäre Austauschplattform für die User bilden. Dabei kann jedes Space mit Hinblick auf Zugriffsmöglichkeiten, Sichtbarkeit und Modul-Auswahl einzeln definiert und dem Verwendungszweck exakt angepasst werden. Ein Beispiel: Unternehmen möchte für jeden Standort und jede Abteilung Spaces einrichten, so dass die Inhalte nur für die entsprechenden Mitarbeiter des jeweiligen Standortes bzw. der Abteilung sichtbar sind.

 

Wie werden Social Intranets von Mitarbeitern angenommen?

Die genannten Tools der Großkonzerne Microsoft, IBM und Salesforce kommen derzeit zwar in vielen Unternehmen hierzulande zum Einsatz, jedoch gibt es mit Hinblick auf die vollständige Akzeptanz (Usability) und vollumfängliche Integration in den Arbeitsalltag großen Nachholbedarf. Da stellt sich die Frage: Was genau braucht es, damit Social Intranets von den Mitarbeitern als sinnvolle, alltägliche Begleiter wahrgenommen werden?
Dazu hat CEO und Gründer Lucas Bartholemy eine deutliche Antwort: „Es muss ein Angebot von Tools verfügbar sein, das den Mitarbeitern Mehrwerte bietet. Zum Beispiel: Es sollte ein Datei-Verwaltungstool für den schnellen Überblick zu Projekten, ein Meeting-Modul, welches u.a. den Export von PDF-Dateien ermöglicht und ein integriertes Modul zur Stundenerfassung geben, damit alle wichtigen Aspekte gebündelt an einem Ort zu finden sind. So verhindert man die Suche nach Alternativen. Dies führt bei einfacher Handhabung zu einer immensen Vereinfachung der täglichen Zusammenarbeit, in dem die Flut an E-Mails innerhalb der Projektmitglieder stark reduziert wird.“

 

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Social Intranets innerhalb Ihres Unternehmens gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Einschätzungen zu diesem Thema!

 

Von Jacqueline Althaller

 

B2B Social Media Trends: Studie 2016 Zentrale Ergebnisse und Ausblick 2017

B2B Social Media Trends: Studie 2016 Zentrale Ergebnisse und Ausblick 2017

Längst geht es in der B2B Kommunikation nicht mehr um die Frage, ob Social Media eine Rolle spielt, sondern darum, welche Kanäle welche Rolle im Kommunikationsmix spielen. Die zentralen Ergebnisse der 6. Umfrage des 1. Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation fassen wir in diesem Blog zusammen:

    1. Die Top 5 der Social Media Kanäle für B2B-KommunikationSnapchat, Periscope und Instagram mischen den Social Media Markt auf, sind allerdings in der B2B-Kommunikation noch nicht etabliert.

      Die meistgenutzten Social Media Kanäle sind: Facebook, Xing, YouTube, LinkedIn und Twitter

      Klarer Spitzenreiter ist Facebook – 85 Prozent der befragten Unternehmen geben an, den Kanal zu nutzen.

    2. Video vor geschriebenem WortVideos haben das geschriebene Wort überrundet.

      Selbst produzierte Bewegtbilder rangieren vor Fachartikeln, Pressemitteilungen und eigenen Blogbeiträgen.

      Während YouTube sowohl für eigene als auch für fremde Videos die Plattform der Wahl bleibt, holt Facebook rasant auf und dominiert bei Videos aus externen Quellen.

    3. Social Media ist integraler Bestandteil der Kommunikation

      91 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen Social Media, knapp die Hälfte der Unternehmen haben eine Social Media Strategie, und diese ist wiederum zu fast 90 Prozent in die Kommunikationsstrategie eingebettet.

      Dass Social Media im Kommunikationsalltag angekommen sind, zeigt sich auch daran, dass die Anzahl der Social Media Manager abnimmt. Die Aktivitäten sind immer mehr in den etablierten Kommunikationseinheiten Marketing & PR verwurzelt.

    4. Social Media ist noch nicht in der internen Kommunikation angekommenGroßes Potenzial besteht in der internen Kommunikation.

      In fast 60 Prozent der Unternehmen spielen Social Media Kanäle als Kommunikations- und Kollaborationsinstrument für die eigenen Mitarbeiter nur eine untergeordnete oder gar keine Rolle Bei den Zielgruppen von Social Media Aktivitäten rangieren Bestandskunden und Neukunden deutlich vor den Mitarbeitern.

       

Im Verlauf der vergangenen Jahre zeichnet sich langsam ab, dass die Unternehmen immer strategischer im Bereich Social Media arbeiten. Nicht nur, dass immer mehr Unternehmen angeben, eine Strategie zu haben, auch die zielgruppen- und kanalspezifische Nutzung der einzelnen Kanäle nimmt zu.

Hier – wie im Social Media Monitoring – ist allerdings noch viel Potential nach oben und auch in Bezug auf den Zeitaufwand zeigt sich, dass den Unternehmen zwar Social Media wichtig ist, aber den Aktivitäten noch wenig Zeit eingeräumt wird. So investiert ein Großteil der Firmen über alle Kanäle hinweg maximal 4 Stunden pro Monat, lediglich für Facebook wird mehr Zeit eingesetzt.

Ausblick 2017

2017 wird also ein spannendes Jahr, in dem sich zeigen wird, in welche Richtung sich die Unternehmen entwickeln werden Zentrale Fragen werden sein:

      • Werden die Potentiale der neuen Social Media Kanäle genutzt?
      • Wieviel Zeit und Ressourcen sind die Unternehmen bereit in Social Media zu investieren?
      • Nutzen Unternehmen künftig kollaborative Tools und Netzwerke auch für die interne Kommunikation (und ebnen so auch den Weg für Social Intranet)?

Diese und weitere Fragen werden wir dieses und nächsten Jahr weiter beleuchten und einen Blick auf eine Branche gewähren, die laut Studie in fast allen Punkten dem Durchschnitt weit voraus ist: die IT-Branche.

Von Dr. Hans-Wilhelm Eckert

markenartikel-magazin.de: Bewegtbild wird auch für B2B-Unternehmen allgegenwärtig

markenartikel-magazin, 28.10.2016

1. Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation

Social Media ist im Jahr 2016 integraler Bestandteil der B2B-Kommunikation. […]

Zu markenartikel-magazin

werbeplanung.at: DMVÖ-Studie: 72 Prozent der heimischen B2B-Unternehmen setzen auf Social Media

werbeplanung.at, 20.10.2016

1. Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation

Laut einer aktuellen Studie des DMVÖ ist die Nutzung von Social-Media-Kanälen für mehr als 70 Prozent der B2B-Unternehmen ein fester Bestandteil der täglichen Kommunikation geworden […]

Zu werbeplanung

Startup Stock Photo

Enterprise 2.0: Facebook im Büro für alle?

Social Media in der Unternehmenskommunikation

Den Durchbruch für Social Media in der internen Kommunikation hat es laut einer Studie von Gartner bereits im Jahr 2013 gegeben. Vor 3 Jahren also – das ist schon eine Weile her. Wenn es dabei um das übergeordnete Ziel beim Einsatz von Social Business geht, dann tauchen immer wieder Begriffe wie „Steigerung der Produktivität“, „Effizienzsteigerung der Mitarbeiter“ sowie „Innovationsförderung“ auf. Letzteres wird dabei besonders groß geschrieben. Nun stellt sich die Frage:
Wie ist es aktuell mit der Nutzung und dem Umgang von Social Media in Unternehmen hierzulande bestellt?

[Tweet „Enterprise 2.0: Social Media ist noch nicht angekommen“]

Viel genutzt?

Betrachtet man nun die Auswirkungen, die eine Nutzung von Social Media in der internen Kommunikation mit sich bringt, so werden diese bisher durchweg positiv bewertet: Laut der „Enterprise 2.0 – Status Quo 2015“-Studie (Wiesbaden Business School in Kooperation mit der Plattform feelgood@work), die in diesem Bereich State-of-the-Art ist, gaben 87% der Befragten an, dass sich die Kommunikation und Zusammenarbeit erheblich verbessert habe. Dies deckt sich mit den Erwartungen, die Unternehmen an Enterprise 2.0-Maßnahmen stellen: Offenere Kommunikation (55%), stärkere Mitarbeiter-Vernetzung (51%) und offenerer Informationszugang (38%). Im Widerspruch dazu stehen die Risiken, die Unternehmen darin sehen: Datenschutzprobleme (46%), Minderung der Produktivität (38%) und fehlender Nutzen (28%).

Gearbeitet wir mit verschiedenen Boards, die dem entsprechenden Thema zugeordnet werden – man kann diese privat nutzen oder innerhalb einer Gruppe Boards erstellen, die dann alle einsehen können bzw. ganz öffentlich machen, so dass jeder mit dem Link das Board einsehen kann. Mit Hilfe von Administratorenrechten, denen man den Mitgliedern der Gruppe zuweist, kann man diese Boards verschieden bearbeiten.

Workplace by Facebook: Noch mehr Social?

Facebook zettelt derzeit einen Preiskampf an, um sich seinen Platz in der internen Unternehmens-Kommunikation zu sichern. Mit Workplace by Facebook sollen Mitarbeiter gesondert zu ihrem – falls vorhanden – privaten Facebook-Account interagieren und kommunizieren können. Lediglich das Design (Grautöne) ist dabei unterschiedlich – die gewohnten Funktionalitäten, wie z.B. Newsfeed, Gruppen, Chats bleiben gleich.
Die Gefahr einer Dissolution zwischen Privat- und Berufsleben ist gegeben, so dass Unternehmen hier den Fokus stärker auf eine konkrete Strategie setzen sollten. Dies hat die „Enterprise 2.0 – Status Quo 2015“-Studie ebenfalls belegt: Trotz klarer Zielsetzung verfügen Unternehmen nicht über eine konkrete Strategie. Die große Mehrheit, jedes dritte Unternehmen, agiert situationsbezogen mit Hinblick auf die Integration von Enterprise 2.0 in die Arbeitswelt.
In diesem Punkt lässt die Studie allerdings deutlich erkennen: Firmen mit einer klar definierten Digital-Strategie sind erfolgreicher und stufen die Aktivitäten ihres Unternehmens ebenfalls als erfolgreich ein (97%).

Großen Handlungsbedarf gibt es auch beim Thema abteilungsübergreifende Zusammenarbeit sowie beim Thema Training: Hier besteht eine große Diskrepanz zwischen den erwarteten Kompetenzen der Mitarbeiter und den angebotenen Trainingsmaßnahmen.

Dieser Sachverhalt fügt sich nahtlos in die bekannte Problematik der Digitalisierung der Arbeitswelt ein, welche die sozialen und kommunikativen Kompetenzen der Mitarbeiter fordert. Unternehmen erwarten vor allem, dass die Angestellten offen gegenüber neuen Kommunikationsmethoden sind und diese auch anwenden können.

Beispiele für Enterprise 2.0. Tools

  • Basecamp (Projektmanagement & Team-Koordinations-Tool)
  • Coyo (Enterprise Social Network)
  • Feedly (Cloud-Dienst zum Lesen von RSS- und Newsfeeds)
  • HumHub (Social Intranet & Enterprise Social Network)
  • Social Chorus (Enterprise Social Network)
  • Trello (Projektmanagement-Software)

Welches Tool ist für mein Unternehmen geeignet?

Um eine erfolgreiche Implementierung und Nutzung der vorgestellten Tools zu gewährleisten, müssen ein paar grundlegende Bedingungen erfüllt sein. Hierfür ist es zum einen wichtig im Vorfeld abzuklären, ob das Tool zur Zielerreichung innerhalb des Unternehmens beiträgt, z.B. Kosten- und Zeiteinsparungen durch virtuelle Team-Meetings. Hier sollte es als sinnvoller Bestandteil der übergeordneten Digital-Strategie erfasst werden.
Zum anderen sollte die Verantwortung stärker bei der Geschäftsführung oder zu diesem Zweck eingerichteten E2.0-Einheiten liegen, um eintretenden organisatorischen sowie kulturellen Veränderungen und den daraus resultierenden Konsequenzen frühzeitig und effizient entgegenwirken zu können.

Mit Enterprise 2.0. Tools hat man also sehr viele Möglichkeiten, die die Digital-Strategie gewinnbringend ergänzen können und dadurch auch von den Mitarbeitern des eigenen Unternehmens als sinnvolle Zeitinvestition wahrgenommen werden, die zur Stärkung der Mitarbeiter-Kommunikation sowie Produktivität beitragen und nicht zuletzt einen Innovationsfaktor darstellen.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Enterprise 2.0. in Ihrem Unternehmen gemacht? Ist es ein wertvoller Innovations- und Zeitfaktor oder eher hinderlich? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Einschätzungen, wie Sie der Digitalisierung der Arbeitswelt begegnen!

 

Von Dr. Hans-Wilhelm Eckert

 

Snapchat – Vergänglichkeit als Mehrwert für die B2B Kommunikation

Snapchat – Vergänglichkeit als Mehrwert für die B2B Kommunikation

Der Erfolg der nur vier Jahre alten Plattform Snapchat ist enorm. Laut Bloomberg benutzen derzeit 150 Millionen Menschen täglich den kostenlosen Instant-Messaging-Dienst – und damit mehr als Twitter.

Die Anziehungskraft dieses Portals zielt eindeutig auf ein junges Publikum, welches Spaß daran hat, auf einfache und originelle Weise Fotos und Videos zu verändern und seinen Abonnenten damit eine Freude zu bereiten. Es geht hier nicht um wertvolle Anekdoten, die für die Ewigkeit behalten werden, sondern in der aktuellen Situation ein lustiges Update zu schicken, welches genauso schnell auch wieder von der Oberfläche verschwindet, wie der Moment gekommen ist, denn Snapchat lässt die Fotos und Videos nur kurze Zeit auf dem Portal. Zudem können Fotos und Videos nur direkt über die App aufgenommen werden, wodurch eine professionelle Bearbeitung nicht möglich ist. Dadurch ist der Zugang zu den Zielpersonen durch ein innovatives, unkonventionelles und direktes Format mit Authentizität geprägt.

Dass auch Marketingabteilungen von dieser Plattform profitieren können, liegt sicherlich an der Vergänglichkeit der Posts.

[Tweet „Von der Vergänglichkeit der Posts können Marketingabteilungen profitieren“]

Vorteile aus der Vergänglichkeit ziehen

Die heutige Reizüberflutung an Content macht es für Unternehmen immer schwieriger wahrgenommen zu werden. Newsletter werden gesammelt aber nicht gelesen, interessante Artikel werden mit Bookmarks versehen… und geraten in Vergessenheit. Ein vergänglicher Post kann also zum sofortigen Lesen animieren, da er ja sonst verloren geht. Das Gefühl etwas verpasst zu haben entsteht. Hierbei ist es aber wichtig, dann auch der Erwartungshaltung zu entsprechen und Neuigkeiten zu liefern, die wirklich News sind oder eben so originell aufbereitet sind, dass der User einen Mehrwert erfährt.

 

Beispiele von Snapchat in B2B

Aktuell spielt Snapchat im B2B-Bereich noch eine untergeordnete Rolle – laut der aktuellen Studie des 1. Arbeitskreises für Social Media in der B2B Kommunikation nutzen nur 2,9% der Unternehmen das soziale Netzwerk. Auch wenn derzeit eher B2C auf Snapchat anspringt, mit dem Ziel eine junge Zielgruppe zu erreichen, kann sich B2B ebenfalls langsam mit der Plattform auseinandersetzen. Zum einen weil das Publikum langsam älter wird und inzwischen auch über 35-jährige anspricht, zum anderen um sich abzusetzen, mit dem Trend der Zeit zu gehen und neue digitale Kanäle zu entdecken.

Eine B2B Firma, die ein Snapchatprofil aufgesetzt hat, ist zum Beispiel hubspot. Das Unternehmen für Marketing Software setzt ihr Profil vor allem im Marketing und Recruiting ein, und zeigen dadurch ihre Innovationskraft. Das Interesse wird vor allem dadurch geweckt, dass kurzzeitig exklusiver Content und spezielle Einblicke in das Unternehmen zur Verfügung gestellt werden oder auf Kampagnen oder Produkte aufmerksam gemacht wird.

 

Content-Ideen für Snapchat im B2B-Umfeld

  1. Bürorundgänge und Vorstellung der Mitarbeiter
  2. Berichterstattung von Messen und Events
  3. Exklusive Produktpräsentationen und Fragestunden
  4. Bilder vom Besuch bei Kunden und Partnern
  5. Interview-Nachmittag mit Kunden oder Mitarbeitern

 

Ist Snapchat für B2B Marketing geeignet?

Um Snapchat wirklich effektiv im B2B Bereich nutzen zu können, müssen ein paar grundlegende Bedingungen erfüllt sein. Hierfür ist zum einen wichtig im Vorfeld abzuklären, ob das Zielpublikum (oder zumindest ein Teil davon) auf Snapchat aktiv ist. Wenn das der Fall ist, so kann Content für die Seite produziert werden.

Als isolierter Marketingkanal funktioniert Snapchat nicht, eher sollte es als ein Teil der Multichannel-Strategie gesehen werden. Die auf Snapchat vorgestellten Aktivitäten sollten auch in anderen sozialen Medien integriert werden. Etwa könnte über Instagram oder Twitter auf die Snaps hingewiesen werden. Da diese nicht öffentlich dargestellt werden ist es wichtig, die Nutzer regelmäßig daran zu erinnern, die Snaps zu abonnieren – auch das geht am besten über andere soziale Netzwerke. Zudem ist in der Snapchat-Community sehr beliebt, wenn durch Contests oder dergleichen zum Mitmachen bzw. einbringen von eigenem Content aufgefordert wird.

Mit ortsspezifischem Content auf Snapchat können Marketing-Kampagnen zusätzlich aufgepeppt werden. Beispielsweise hat der Modehersteller Lilly Pulitzer gemeinsam mit Snapchat exklusive Geofilter entwickelt, die ausschließlich in den eigenen Ladengeschäften zur Verfügung stehen. Mit diesen können die Kunden ihre neue Kleidung so direkt mit den „limitierten“ Geofiltern anderen Snapchat Nutzern präsentieren.

[Tweet „Snapchat sollte als Teil der Multichannel-Strategie gesehen werden.“]

Mit Snapchat hat man sehr viele Möglichkeiten, die in die Marketing-Strategie integriert werden können, sei es nun als Erweiterung zu den Multichannel-Strategien mit den anderen sozialen Netzwerken zusammen oder zur Beziehungspflege mit der Zielgruppe. Was im B2C funktioniert, ist auch im B2B Bereich möglich. Zudem begeistert sich nach und nach ein immer größer und auch älter werdendes Publikum für Snapchat. Ein weiterer Grund, sich frühzeitig mit den Möglichkeiten dieser boomenden Plattform auseinanderzusetzen.

Von Dr. Hans-Wilhelm Eckert

 

B2B Social Media Trends: Studie 2016

B2B Social Media Trends: Studie 2016 liefert Antworten auf zentrale Fragen

Bereits im sechsten Jahr hat der Erste Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation eine Studie zum Nutzungsverhalten von B2B-Unternehmen im Bereich Social Media durchgeführt. Aktuell wird die Studie ausgewertet, allerdings lässt sich schon heute ein erster Ausblick auf die Studienergebnisse geben.

In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass es in der B2B Kommunikation längst nicht mehr um die Frage geht, ob Social Media eine Rolle spielt, sondern welche Kanäle welche Rolle im Kommunikationsmix spielen.

In seiner aktuellen Umfrage geht der Erste Arbeitskreis für Social Media in der B2B-Kommunikation dieser Thematik nach und befasst sich mit folgenden Fragen:

  • Wie haben sich Social Media im vergangenen Jahr weiterentwickelt?
  • Welche Trends und Entwicklungen zeichnen sich ab?
  • Welche Erwartungen hat die B2B-Community an Social Media?

B2B Social Media Trends: Ländervergleich

Ein besonderer Fokus liegt in der aktuellen Studie auf dem Vergleich Deutschland – Österreich. In diesem Jahr wurde die Studie zusätzlich über den Dialog Marketing Verband Österreich distribuiert – so können Vergleiche zwischen beiden Ländern gezogen werden.

Dieses Jahr liefern wir die Antworten auf die Fragen:

  • Wo ist Social Media organisatorisch angesiedelt – in eigenen Teams oder in den bestehenden Kommunikationseinheiten PR und Marketing?
    In den vergangen Jahren sind eigene Social Media Einheiten entstanden – neben den klassischen Kommunikationseinheiten PR und Marketing. Setzt sich dieser Trend fort oder schwächt er sich ab?
  • Welche Rolle spielt Social Media in der Kommunikationsstrategie?In den vergangenen Jahren hat sich abgezeichnet, dass der Großteil der Unternehmen über eine Social Media Strategie verfügt. Ist diese Teil der gesamten Kommunikationsstrategie oder folgt sie eigenen Regeln?
  • Was sind die Top 5 der Social Media Kanäle für B2B-Unternehmen und welche Rolle spielen Plattformen wie Snapchat?
    Snapchat, Persicope, Instagram: wie diese Tools auch für B2B-Unternehmen eingesetzt werden können, haben wir auf diesem Blog bereits gezeigt, zuletzt über Instagram Stories. Aber werden diese Kanäle bereits angenommen oder sind die klassischen Kanäle wie Facebook, LinkedIn oder XING weiterhin Spitzenreiter? Welche Kanäle stehen an der Spitze und wo zeigt sich Potenzial für die Zukunft?
  • Ist Social Media inzwischen in der internen Kommunikation angekommen?
    Viele Funktionen der Social Media – Foren, Netzwerke, Messenger, Kommentare etc. – lassen sich auch hervorragend für die interne Kommunikation, für Wissensmanagement und kollaborative Ansätze nutzen. Aber wo liegt der Fokus bei den Social Media Aktivitäten – spielen sie auch für die interne Kommunikation eine Rolle?
  • Wie strategisch und differenziert werden die einzelnen Plattformen bespielt?
    Trotz steigender Anzahl an Unternehmen mit einer Social Media Strategie ließ sich erkennen, dass die Kanäle noch nicht ausreichend differenziert bespielt wurden. Ist das Gießkannenprinzip auch in diesem Jahr vorherrschend und welche Rolle spielt Social Media Monitoring inzwischen?
  • Welche länderspezifischen Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich erkennen?Und sind Gemeinsamkeiten zwischen den Nachbarländern? Unterscheiden sie sich hinsichtlich Akzeptanz, Durchdringung von Social Media Nutzung? Und wo liegen die Gründe dafür?
  • Wohin geht die Reise bei Social Media im B2B-Unternehmen? An welchen Branchen können sich Unternehmen schon jetzt orientieren?

Wir freuen uns hier in Kürze die Erkenntnisse der aktuellen Studie vorzustellen. Das Besondere an der Studie des Ersten Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation ist, dass die Fragen von den Unternehmen geliefert werden. Inhalte der Studie sind also genau die Themen, die die B2B-Unternehmen bewegen. Vertreten sind dabei Unternehmen von der Automobilindustrie bis hin zu Verkehr & Logistik. Der Arbeitskreis trifft sich regelmäßig und diskutiert aktuelle Entwicklungen und Trends.

Zu den Erkenntnissen des vergangenen Jahres: Social Media Stratgie für B2B-Unternehmen, Warum eine You Tube Strategie für Unternehmen wichtig ist, Social Media Verantwortung und Social Media Guidelines

Merken Sie sich jetzt schon die Veröffentlichung vor: Ende September publizieren wir die Ergebnisse der Studie. Wollen Sie direkt benachrichtigt werden? Dann schicken Sie uns doch Ihre E-Mail-Adresse mit dem Betreff „Studienergebnisse 2016“.

 

Von Jacqueline Althaller

 

Suchumkehr – die schöne neue Welt des heimatlosen Content

Suchumkehr – die schöne neue Welt des heimatlosen Content

Als die Internet-Welt noch in Ordnung war, begann jede Suche bei Google & Co. Und jeder Content hatte eine Heimat: die Homepage des Medienhauses, der Corporate Website, des Blogs etc.. Die Social Media Kanäle waren in erster Linie dazu da, die Besucher auf die Inhalte der Homepages zu lenken.

Das ändert sich gerade. Immer mehr Content ist heimatlos – „Homeless Media“ nach einer Wortschöpfung von Francesco Marconi, Strategy Manager bei der Nachrichtenagentur „Associated Press“.

Der Begriff führt ein wenig in die Irre. Denn heimatlos sind die meisten Inhalte natürlich nicht, sie werden immer noch auf den Homepages der Medienhäuser und der Unternehmen veröffentlicht. Aber sie werden immer weniger dort konsumiert, kommentiert und geteilt, wo der Veröffentlichende die Deutungshoheit hat und den Kontext bestimmt.

[Tweet „Content wird immer weniger dort konsumiert, wo der Veröffentlichende die Deutungshoheit hat.“]

Der „fürsorgliche“ Algorithmus verdrängt die Suche

Mit dem Wachstum der Social Media Kanäle bestimmten Newsfeeds, kuratierte und syndizierte Inhalte die Wahrnehmung der Nutzer. Der Kontext dieser Kanäle wird aber durch ganz andere Faktoren bestimmt, nämlich durch die Algorithmen der Kanalbetreiber (eine sehr gute Beschreibung des Newsfeed bei Facebook gibt es bei techcrunch.

Je jünger die Nutzer sind, desto größer ist der Einfluss. Inzwischen informiert sich fast die Hälfte der 18-29 Jährigen zu aktuellen Nachrichten über den Newsfeed ihrer favorisierten Social Media Kanäle, wie eine Deutschland-Studie von Next Media zeigt.

Geschäftsmodell der Medienhäuser und Suchmaschinen betroffen

Das ist nicht nur für den eigenen Wahrnehmungshorizont der Nutzer (siehe Blogbeitrag „Radikal dank Social Media“) relevant. Es hat auch gravierende wirtschaftliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der Suchmaschinenbetreiber, das Anzeigengeschäft der Homepage-Betreiber und die Bezahlmodelle der Medienhäuser.

Kooperationen zwischen Social Media Kanälen und Medienhäusern zeigen, wie ernst die Medien den Trend nehmen. Plattformen wie etwa Buzzfeed leben davon, dass sie ihren Content für Social Media optimieren.

Google hat den für das eigene Geschäftsmodell gefährlichen Trend erkannt. So fördert die Google Digital News Initiative (DNI) innovative journalistische Projekte. Ein Ziel ist es dabei, ein Gegengewicht zu den Social Media Kanälen zu bilden und dafür zu sorgen, dass Inhalte frei auffindbar sind und sie gezielt zum richtigen Zeitpunkt an die passende Zielgruppe distribuiert werden können.

Was bedeutet Homeless Media für Unternehmen?

Die Grundregel, dass Inhalte dorthin müssen, wo sich der Nutzer aufhält, hat weiterhin Bestand. Unternehmen sind gut beraten, das Verhalten ihrer Nutzer zu beobachten und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Customer Journey in den Social Media Kanälen zu richten. Dabei spielen auch Erfahrungen der Nutzer im privaten Bereich eine Rolle. Denn B2B Entscheider nutzen die Erfahrungen ihrer persönlichen Mediennutzung auch in ihrem beruflichen Umfeld.

Veränderungen im Verhalten haben Auswirkungen auf den Mediamix, den Unternehmen bespielen sollten. So bestimmen sie die Rolle der Corporate Homepage neu (siehe auch den Beitrag von Anke Triebe „Bye-bye klassische Unternehmens-Homepage – Hello Content.“). Sie wird, wie Richard Gutjahr in einem Interview zu Homeless Media beschreibt, künftig eher die Anlaufstelle für die zeitlosen Inhalte sein, eine Art Showroom für das Leistungsspektrum des Unternehmens.

Im Hinblick auf die Social Media Kanäle sollten Unternehmen sich ansehen, wie sie die Balance zwischen Bestandskundenpflege und Neukundenakquise gestalten. Die meisten B2B Unternehmen haben hier bisher den Fokus auf die Pflege bestehender Beziehungen gelegt. Mit dem veränderten Verhalten können Kontakte auch in einem früheren Stadium der Customer Journey angebahnt werden.

 

Von Dr. Hans-Wilhelm Eckert